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NETFUTURISMO Erstes Neofuturistisches und Neohumanistisches Manifest

Erstes Neofuturistisches und Neohumanistisches Manifest

(Sonntag, den 19. Juni 2005)

An alle freien Menschen

Vorwort Die gegenwärtige Gesellschaft wird von einem gemeinsamen Gefühl beherrscht: die ANGST VOR NEUEN UND STARKEN IDEEN. Es scheint, als ob die einzigen vom heutigen Menschen akzeptierten Neuerungen diejenigen sind, die mit der Wissenschaft und der Technologie in Verbindung stehen. Wir haben uns der POST-MODERNE anvertraut. Der “POST-MODERNISMUS“ jedoch ist gescheitert; er hat sich als ausweglose Sackgasse erwiesen und liegt als Opfer seines eigenen erbitterten Relativismus im Sterben. Er hat nichts Neues geschaffen und ist nicht fähig, in die Zukunft zu schauen; ihm ist zu misstrauen, er ist entmutigend und niederschmetternd. Der NEOFUTURISMUS hingegen will eine tief greifende Änderung des Denkens hervorbringen; eine “REVOLUTION IM INNEREN“, viel bedeutsamer als sämtliche Revolutionen des heutigen modernen Zeitalters (von der industriellen bis zu derjenigen der Elektronik, Informatik und Digitalisierung...), die immer den Menschen und seine innere Befindlichkeit als zweitrangig abgetan haben. Ebenso will der Neofuturismus nicht vor dem blanken Chaos kapitulieren, wie dies die “Post-Modernisten“ selbstgefällig taten. Der Neofuturist will den Menschen befreien und ihn somit zum einzig wahren Wegbereiter seiner eigenen Zukunft machen. Es ist genau aus diesem Grund, dass hier nun das folgende Manifest als genereller Richtungsweiser für den FREIEN NEOFUTURISTISCHEN MENSCHEN auf den Weg gebracht wird.

Erstes Manifest des Neofuturismus und Neohumanismus

1. Wir lieben den mutigen Menschen, der ALLEIN GEGEN ALLE Einspruch erhebt und keine Angst hat, als verrückt zu gelten.

2. Wir wünschen die ständige Vorwärtsbewegung, die fortwährende Entwicklung, die kontinuierliche Evolution.

Wir wollen keine festgefahren statischen ewig-gestrigen Gedankengänge. Der nur äußerliche in sich kreisende Dynamismus interessiert uns nicht. Wir wollen die Seele spüren, die überschwänglich die Schöpfung neuer Gedanken lobpreist.

3. Wir sind für den Geist und gegen den puren Materialismus zum Selbstzweck. Wir denken, dass es die Größe des Menschen noch vollständig zu entdecken gilt; oder zumindest ist sie bis heute nur von einigen großen Männern – und Frauen – entdeckt worden – wenn überhaupt, dann durch die Kunst, die Philosophie und die Religion. Die NEOFUTURISTISCHE REVOLUTION GEHT VON INNEN AUS und will den GEIST und seine starke Fähigkeit zur schöpferischen Sensibilität wieder in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen. Der vergeistigte neofuturistische Mensch erteilt die Befehle und modelliert die Materie nach seinem Gutdünken. Die materiellen Hindernisse als ständige geistige Herausforderung sind ihm Anreiz zu ihrer kämpferischen Überwindung.

4. Wir schauen nach der Vergangenheit, um von denen zu lernen, die uns als Pioniere vorausgegangen sind; jedoch vor allem, um aufgrund dieses perspektivischen Panoramas eine schöpferische Brücke in die Zukunft bauen zu können.

5. Wir lieben die starken Ideen; jene, die aus unseren Seelen und Köpfen mit Macht ans Licht drängen. Es sind dies die Ideen, die schon immer den Menschen zur Umkehr, zum Wandel, zur ideellen Weiterentwicklung und Evolution gebracht haben.

6. Wir verabscheuen diejenigen, die niemals ihre Ansichten ändern. Das, was als Kohärenz, Konsens oder Übereinstimmung plakativ bezeichnet wird, ist nichts anderes als ein dümmlicher Mangel an Kritikfähigkeit. Und daher ist es für uns absolut nicht akzeptabel, diejenigen zu respektieren, die sich in opportunistischer Weise um eines billigen Preises willen um das eine oder andere Fähnlein scharen. Wir haben präzise Ideen; und wir bringen Ideen voran – keine Fahnen! Daher gehen wir nicht konform mit jenen Menschen, die meinen, sich in das Innenleben einer politischen Partei verkriechen zu müssen, da dies bedeutet, jede Entscheidung des “Apparates“ bedingungslos verteidigen zu müssen und damit die eigene Meinung aufgeben zu müssen.

7. Wir dulden keine gesellschaftlichen Schranken politisch motivierter Trennung und somit verursachter sozialer Konflikte, da erstere extrem steril sind, keine Verbesserungen hervorbringen, sondern vielmehr kontraproduktiv die schlechteste Seite des Menschen zum Vorschein bringen. Hierbei schart man sich kritiklos um die eine oder die andere Seite, entwickelt feindselige Gefühle und Hass gegen Mitmenschen, die einem gänzlich unbekannt sind.

8. Daher sind wir folglich gegen jegliche auf Rasse, Nation, Herkunftsregion oder gesellschaftlicher Schicht und Klasse beruhenden sozialen Schranken aparter Trennung. Wir sind weder für die Weißen noch für die Schwarzen, weder für die Nordlichter noch für die Südländer, weder für die Reichen noch für die Armen. Wir sind für die Menschen insgesamt! Wir wollen denkende Menschen, die sich fortwährend auf dem Weg der Weiterbildung befinden.

9. Wir sind ebenso gegen die Trennung zwischen Laien und katholischen Geistlichen und scharen uns weder um die einen noch um die anderen. Wir denken, dass besonders die katholische Kirche das Programm einer “konservativen Reform“ bitter nötig hat. Wir schätzen keine liturgischen Feiern, da sie inzwischen in den meisten der Fälle jeden Sinnes entleert sind. Jedoch werden wir nicht müde darin, den ewigen Wert eines Großteiles der Gebote des Evangeliums anzuerkennen; so wie wir die künstlerische und moralische Größe beispielsweise des “Faust“ oder die intellektuellen und spirituellen Gaben des Papstes preisen. Wir sind hingegen gegen jede Form des Atheismus.

10. Wir sind gegen die tradierten Medien, die den Austausch von Gedanken und Ideen absolut nicht gewährleisten und daher gesellschaftspolitische Verbesserungen und damit die Schaffung von neuem erfrischenden Gedankengut massiv verhindern. Wir setzen auf das Internet – hier vor allem auf den “Blog“ – und glauben an die noch bestehende Möglichkeit, eine sozialrevolutionäre Bewegung aufzubauen, die die gegenwärtige Art und Weise, Kultur und Politik zu gestalten, zutiefst verändern möge.

11. Wir bezeichnen uns als “FREIHEITLICH“. Wir sind und werden immer in dem Maße FREIHEITLICH sein und bleiben, in dem wir FREI VON VORURTEILEN sind.

12. Wir sind gegen die ein für alle Male inhaltlich festgelegten Manifeste, weil die Ideen sich fortwährend wandeln, eine permanente intellektuelle Weiterentwicklung stattfindet und das Leben und Erleben in einem ständigen Fluss ist ... Daher also bleibt dieses Manifest nur solange gültig, bis es durch ein besseres ersetzt werden kann.